+++NEWS+++ SGK Rolling Chocolate erwarten die Reserve des Deutschen Meisters, den RSV Lahn Dill 2! ++NEWS+++ Tipp Off zum letzten Heimspiel der SGK Rollis ist am Samstag den 18.03.2017 um 17:30 Uhr in der Halle 1 im Sportzentrum Süd +++NEWS+++ Die Chocolate freuen sich auf den Besuch ihrer Fans und möchten sich an dieser Stelle herzlichst für den tollen Support in dieser Saison bedanken... +++NEWS+++ 

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Überraschungssieg der Rolling Chocolate gegen den Tabellenführer

Am vergangenen Samstag, den 28.01.2012, empfingen die Heidelberger Rollstuhl-basketballer der Rolling Chocolate, im ersten Heimspiel der Rückrunde in der 2. Bundesliga Süd, den bis dato ungeschlagenen Tabellenführer, die Roller Bulls aus St. Vith. Nach einem hochklassigen Spiel und hartem Kampf setzten sich die Kirchheimer überraschend aber verdient mit 64:61 durch und fügten dem Ligaprimus aus Belgien damit seine erste Saisonniederlage zu.
#10 L.Schöneberg-Kampf um jeden Ball
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Schon das 1. Viertel deutete an, dass die Partie zwischen den beiden fahrerisch stärksten Mannschaften der Liga eine enge Angelegenheit werden würde. Beide Teams schenkten sich von Beginn nichts und kämpften um jeden Zentimeter auf dem Spielfeld. Nach einer schnellen 0:4-Führung der Gäste kämpften sich die Rolling Chocolate zurück ins Spiel. Vor allem Führungsspieler André Hopp übernahm in dieser frühen Phase Verantwortung und erzielte trotz der harten Deckung der Roller Bulls 6 seiner insgesamt 13 Punkte im 1. Viertel.
Aufseiten der belgischen Gäste überzeugte vor allem Centerspieler Jamaa Saadi, der mit insgesamt 22 Punkten Topscorer des Spiels wurde. Nach dem offenen Schlagabtausch im 1. Spielabschnitt führte der amtierende Tabellenführer aus den Ardennen damit noch hauchdünn  mit 11:13.
Die Jungen Wilden vom Neckar ließen sich von der knappen Führung nicht beeindrucken und brannten im 2. Viertel ein wahres Rollstuhlbasketball-Feuerwerk ab. Der eingewechselte Kai Frank brachte die Roller Bulls mit seinen zielsicheren Würfen aus der Mitteldistanz ein ums andere Mal in Verlegenheit und der erst 15 jährige Centerspieler Leon Schöneberg trumpfte unter den Körben groß auf. Auch die anderen Feldspieler wirkten nun hellwach
und so konnten sich die Heidelberger dank ihrer starken Zonenverteidigung, die die langen Bulls-Spieler zu schwierigen Würfen aus der Distanz zwang, erstmals deutlich absetzen. So führten die Hausherren im Sportzentrum Süd in HD-Kirchheim zur Halbzeit überraschend mit 32:24.
Nach der Halbzeit erhöhte die Mannschaft von der deutsch-belgischen Grenze den Druck und schickte das Heidelberger Team um Mannschaftskapitän Uli Süß, der auch heute wieder Denker und Lenker des Heidelberger Spiels war, ein ums andere Mal an die Freiwurflinie. Damit unterbrach der ausgefuchste Tabellenführer den Spielrhythmus der Neckarstädter und konnte somit das 3. Viertel ausgeglichen gestalten. Da auch die Kirchheimer in der Defense physisch stark dagegen hielten, mehrten sich auch aufseiten der Gastgeber die Fouls, sodass einige Spieler in Foultrouble gerieten und Gefahr liefen frühzeitig vom Platz gestellt zu werden. Dennoch behielten die mit Herzblut kämpfenden Rolling Chocolate ihre 8-Punkte-Führung bis zum Ende des 3.Viertels und führten mit 44:36.
Im 4.Viertel entwickelte sich dann ein wahrer Rollstuhlbasketball-Krimi. Ohne Go-to-Guy André Hopp, der aufgrund seines 5. persönlichen Fouls vorzeitig vom Feld musste, setzte sich das Team von Trainer Marco Hopp zwischenzeitlich auf 54:39 ab und sah schon beinahe wie der sichere Sieger aus. Doch dann stellten die Roller Bulls ihre Defense auf eine aggressive Man-to-Man-Verteidigung um und setzten damit das junge Heidelberger Team enorm unter Druck. Zwar konnten sich die Kirchheimer durch einige beherzte Gegenstöße und eine insgesamt starke Teamleistung bis 2 Minuten vor Schluss eine 11-Punkte Führung bewahren, doch dann wurde das Spiel unerwartet doch noch einmal eng. Die erfahrenen Belgier, die in der letzten Saison noch in der 1. Bundesliga aktiv waren, zwangen die Rolling Chocolate durch schnelle Fouls an die Freiwurflinie und stoppten damit die Uhr. Trotz des tollen Publikums und der scheinbar beruhigenden Führung versagten den abgekämpften Kirchheimern in dieser turbulenten Schlussphase die Nerven, sodass man gleich 8 Freiwürfe nacheinander vergab und den Gegner damit wieder aufbaute. Die Roller Bulls witterten ihre Chance, gaben noch einmal alles und kamen durch ihre flinken Centerspieler Dries und Saadi wenige Sekunden vor Schluss zum Ärger von Chocolate-Coach Marco Hopp auf 
5 Punkte heran. Nur 0.4 Sekunden vor Ende der Partie entschieden die Schiedsrichter auf unsportliches Foul gegen Heidelberg, sodass der junge Flügelspieler Christoph Pasch 2 Freiwürfe bekam, der beide Würfe zum Leidwesen der Heidelberger Mannschaft und deren Fans eiskalt versenkte. Nun hatten die Gäste aus St. Vith, die nun auch noch einen Einwurf auf Höhe der Mittellinie bekamen, die allerletzte Chance das Spiel mit einem erfolgreichen Dreier in die Overtime zu retten. Doch die Zeit reichte nicht mehr aus um einen vernünftigen Wurf anzubringen, obwohl die ganze Halle zu diesem Zeitpunkt den Atem anhielt.

Sekunden später lagen sich die überglücklichen Spieler der Rolling Chocolate in den Armen und feierten den überraschenden 64:61-Sieg gegen die Roller Bulls im Anschluss frenetisch mit den lautstarken Heidelberger Fans.
„Wir haben heute 38 Minuten lang guten Basketball gespielt und hätten das Spiel eigentlich sogar noch viel deutlicher gewinnen müssen. Leider haben wir in den letzten 2 Minuten die Nerven verloren und uns zu sehr verunsichern lassen. Trotzdem war das eine wichtige Erfahrung gerade für die jungen Spieler, aus der wir sicherlich lernen werden.
Am Ende ist es ja noch einmal gutgegangen und wir können zu Recht stolz sein, dass wir das einzige Team in der Liga sind, das die spielstarken Roller Bulls bisher schlagen konnte!“, kommentierte der Heidelberger Head-Coach Marco Hopp nach Spielende die Partie.

 

Für Heidelberg spielten:
Schöneberg 19, Hopp 13, Ernst 9, Frank 9, Süß 7, Gumpert, Th. 5, Scherke 2, Burkart, Gumpert, Ch., Hammerschmidt

Für St. Vith spielten:
Saadi 22, Dries 14, Bernal 12, Paasch 6, Roloux 5, Moujoud 2, Cant, Klauser, Nicoll, Vandenbergh,Veithen

Verfasst von Johannes Ernst
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