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Rolling Chocolate zahlen Lehrgeld beim „Bullenrodeo“ im SZ Süd…

Heidelberg. (je) Ziemlich hart durchgeschüttelt hat es Heidelbergs Rollstuhlbasketballer am Samstag beim Spitzenspiel der 2. Bundesliga Süd gegen die Roller Bulls St. Vith. Statt wie angekündigt den Gegner bei den Hörnern zu packen, gingen die Neckarstädter mit 48:97 vor eigenem Publikum baden. Nur einige Sekunden nach dem Tipp- Off bekamen die Jungen Wilden die ersten vermeidbaren Punkte durch den Topscorer der Belgier Lorenzo Boterberg eingefahren, der allein 15 seiner insgesamt 32 Punkte im Eröffnungsviertel erzielte. Auch in der Folge gelang es den Hausherren nicht die Gäste vom Rande der Ardennen erfolgreich vom Korb fernzuhalten,...

„Das war leider nix! Im Verfolger-Duell gegen die Roller Bulls kamen die Rolling Chocolate im SZ Süd ordentlich unter die Räder.“ (Foto: Dominik Borg)

... zu löchrig war die Chocolate- Defense, zu kopflos und überhastet waren die Aktionen in der Offensive. So führten die Bulls bereits nach den ersten 10 gespielten Minuten deutlich (13:24).

Sven Eckhardt war mit 5 seiner insgesamt 11 Punkte im Spielabschnitt 1 zumindest ein kleiner Lichtblick für die Chocolate. Bis zum Seitenwechsel änderte sich wenig, der Tabellenzweite aus St. Vith spielte abgebrüht und ruhig und hatte auf jede Defense-Variante der aktuell drittplazierten Heidelberger eine passende Antwort.

Zudem brachte die teils sehr „körperbetonte“ Gangart der Bullen das Kirchheimer Team um Topscorer André Hopp (15 Pkt.) zusätzlich aus dem Konzept, da die Emotionen sehr häufig hochkochten.

So appellierte der kampferprobte Headcoach der Heidelberger Marco Hopp in der Pause (23:45) auch für mehr Coolness und eine bessere Teamkommunikation auf dem Parkett trotz der hitzigen Spielatmosphäre.  

Im 3. Viertel versuchten die Nordbadener, allein schon ihren erneut zahlreich erschienen Fans zu Liebe, nochmals alles, um zumindest ein wenig Ergebniskosmetik zu betreiben. Doch im Endresultat waren es erneut die Roller Bulls, die als Sieger vor dem Abschlussviertel vom Feld rollten (39:68).

Im Schlussviertel erlebten die abgekämpft wirkenden Gastgeber ihr persönliches Waterloo (9:29), da die belgischen Gäste von Trainer Stefan Veithen nochmals gehörig Gas gaben, um die 100 Punkte- Marke zu knacken. Das dies am Ende knapp nicht gelang, war zumindest eine kleine Genugtuung für die ansonsten mehr als bedienten Chocolate-Akteure.

„Wir haben uns heute vom Gegner vorführen lassen und absolut verdient hoch verloren! Kaum lagen wir mit 10 Punkten hinten gingen heute die Köpfe runter, das darf uns nicht passieren und schon gar nicht zu Hause vor den eigenen Fans… Heute hat mit den Roller Bulls der klare Favorit erwartungsgemäß und verdient gewonnen, nicht mehr und nicht weniger. Unsere Aufgabe besteht nun darin, das heutige "Horrorspiel" aus den Köpfen zu löschen, um am kommenden Samstag, gegen die Sabres Ulm die Kohlen erfolgreich aus dem Feuer holen zu können“, zeigte sich Heidelbergs Headcoach Marco Hopp  enttäuscht von der schwachen Leistung seiner Jungen Wilden beim „Bullenrodeo“ im SZ Süd.