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Es war eine denkwürdige Energie- und Team-Leistung, welche die Kirchheimer Rollstuhlbasketballer am vergangenen Samstagabend im SZ Süd ablieferten. Gegen den Tabellenführer der 2. Bundesliga Süd, die Roller Bulls Ostbelgien, verloren die Kurpfälzer am Ende zwar knapp mit 54:62, rollten aber dennoch mit hoch erhobenen Haupt vom Parkett, denn es fehlten krankheitsbedingt gleich mehrere Leistungsträger. Zudem gingen Center Marc Westermann und Flügelspieler Benjamin Scherke stark angeschlagen in das Spitzenduell des 11. Spieltags.

Der Gegner kam hingegen in voller Mannschaftsstärke an den Neckar und galt somit als haushoher Favorit. Doch das Heidelberger Team von Trainerin Christa Weber machte aus der Not eine Tugend und bot den „Bullen“ vom Rande der Ardennen von Beginn an die Stirn. Das 1.Viertel verlor man zwar mit 10:22, doch hätte das Pendel bereits zu diesem frühen Zeitpunkt jederzeit wieder in Richtung der Neckarstädter ausschlagen können. Lediglich die anfänglich vorhandene Nervosität, vor allem von der Freiwurflinie und bei einfachen Korblegern, führte zu einem 12 Punkte-Rückstand, welcher auch noch bis zum Seitenwechsel Bestand haben sollte (26:38). Doch trotz dieser Hypothek ließ die hohe kämpferische Intensität im Spiel der Kirchheimer zu keinem Zeitpunkt nach. So blieben die Rolling Chocolate im Spiel, gewannen gar das 3. und 4. Viertel.

Gegen die stabile Zonenverteidigung der Hausherren taten sich die favorisierten Belgier enorm schwer und hatten Glück, dass zumindest die Scharfschützen im Team der Bulls aus der Distanz einen guten Tag erwischten. Nach dem 3. Viertel stand es 39:49 für die Gäste. Im 4. Viertel stand das Spiel dann gleich mehrfach auf der Kippe. Heidelbergs Center Ralf Schwarz wurde gut von seinen Mitspielern in Szene gesetzt und erzielte als Topscorer der Partie stolze 25 Punkte. Auch sein Centerkollege Marc Westermann konnte trotz Infekt überzeugen und kam insgesamt auf gute 15 Zähler. Bei den Bulls scorten nur der Topcenter Nazif Comor (12 Pkt.) und Flügelspieler Philippe Minten (14 Pkt.) zweistellig.

Zur Sensation reichte es für Heidelberg aber dennoch nicht. Mit 54:62 zogen die Roller Bulls den Kopf nochmal knapp aus der Schlinge und stehen nun als Ligaprimus unangefochten und nun wohl auch uneinholbar an der Tabellenspitze in der 2. Bundesliga Süd.

Wir haben heute mit nur sieben spielfähigen Akteuren einen unglaublichen Fight abgeliefert! Unsere Defense war über weite Strecken kaum zu knacken und wir hatten sogar eine Chance, das Spiel zu gewinnen. Ich bin daher sehr stolz auf mein Team!

Christa Weber

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