Doppelsieg in Stuttgart – Team 2 beweist Stärke
Der Spieltag in Stuttgart machte sofort klar, worum es in der Oberliga 5 inzwischen geht: Energie, Disziplin und Spiele auf Augenhöhe. Die Rolling Chocolate 2 trafen auf starke Verteidigung, mussten sich ihre Abschlüsse verdienen und in der zweiten Partie bis zur letzten Aktion die Nerven behalten. Am Ende standen zwei Siege und ein Spieltag, der mehr über die Entwicklung der Liga erzählt als jede Tabelle.

Rolling Chocolate 2 – MTV Stuttgart Wheelers 41:22
Gegen ein extrem engagiert verteidigendes Team der MTV Stuttgart Wheelers taten sich die Rolling Chocolate 2 in der ersten Begegnung des Tages zunächst schwer. Vor allem in den Anfangsminuten wurde um jeden Ball gekämpft. Die Wheelers warfen sich mit vollem Einsatz in die Aktionen, doch die Heidelberger ließen sich davon nicht aus der Ruhe bringen. In der Offensive erspielte man sich immer wieder hochprozentige Abschlüsse direkt am Korb. Das Timing stimmte und mit gut gesetzten Blocks setzte man sich gegenseitig immer wieder stark in Szene. Defensiv wurde das Team von Minute zu Minute besser. Man ließ keine einfachen Würfe in der Zone zu und überzeugte durch klare Absprachen. Man hatte aus der letzten Partie gelernt und machte es den Gegnern diesmal konsequent sehr schwer unter den Korb zu kommen. Der beste Beleg dafür ist, dass man einen von Stuttgarts Topscorern bei gerade einmal einem Punk halten konnte. Dank der Tiefe im Kader konnten die Heidelberger regelmäßig durchwechseln und immer wieder neue Energie aufs Feld bringen. Team 2 startete hochmotiviert in das Schlussviertel. Egal ob auf dem Feld oder von der Bank: Alle waren voll dabei, laut, präsent und fokussiert. Dank genau diesem Einsatz konnte das Team einen verdienten 41:22 Sieg feiern.
Für die Rolling Chocolate kamen zum Einsatz:
Yves Challand (27 Pkt.), Nina Challand (8 Pkt.), Alexander Grendel (4 Pkt.), Florian Lushaj (2 Pkt.), Alexandra Grether, Arzo Amiri, Liam Friedrich, Nicole Fiedler, Quentin Bender
SGK Rolling Chocolate 2 – ING Skywheelers Youngsters 23:22
Was als vermeintlich klare Angelegenheit begann, entwickelte sich zu einem echten Lowscoring-Game. Es war eine dieser Partien, in denen Basketball seine ganz eigene Geschichte schreibt. Die Rolling Chocolate gingen mit viel Selbstbewusstsein in die Begegnung, schließlich hatte man die Frankfurter im Saisonverlauf deutlich schlagen können. Doch diesmal war alles anders: hohes Tempo, viel Druck, wenig Punkte.
Von Beginn an setzten die Skywheelers Youngsters die Heidelberger unter Druck und zwangen Team 2 immer wieder zu überhasteten Entscheidungen. Zwar fand Heidelberg regelmäßig Wege in die Frankfurter Zone, doch die Angriffe wirkten zu schnell abgeschlossen. Die Pässe wurden unsauber, und in der Offensive häuften sich Ballverluste. Gleichzeitig kam Frankfurt selbst immer wieder in gefährliche Bereiche, fand Lücken Richtung Zone und brachte die Defensive der Rolling Chocolate konstant in Bewegung. Beide Mannschaften erspielten sich phasenweise richtig gute Würfe, doch der Ball wollte nicht in den Korb fallen. Jeder Rebound war umkämpft, und jede erfolgreiche Aktion musste hart erarbeitet werden.
Frankfurt profitierte dabei von zwei erfahrenen Aufbauspielern, die die Heidelberger Verteidigung immer wieder vor große Aufgaben stellten. Zudem fand der junge Lian Jünemann mehrfach den Weg in die Zone und hielt die Partie bis in die Schlussphase offen. Team 2 gab nochmal alles.
Am Ende stand ein hart erkämpfter 23:22-Sieg für die Rolling Chocolate. Ein Ergebnis, das vor allem eines unterstreicht: die hervorragende Entwicklung der Skywheelers Youngsters. War das erste Saisonduell noch ein deutliches 50:6, wurde dieses Aufeinandertreffen zu einem echten Duell auf Augenhöhe.
Im Aufgebot der Rolling Chocolate waren:
Yves Challand (6 Pkt), Florian Lushaj (4 Pkt.), Quentin Bender (4 Pkt.), Nina Challand (3 Pkt.), Alexandra Grether (2 Pkt.), Alexander Grendel, Arzo Amiri, Liam Friedrich, Nicole Fiedler
Eine Liga die immer weiter wächst
Der Spieltag in Stuttgart war ein eindrucksvoller Beweis dafür wie herausragend sich die Liga entwickelt hat. Die Oberliga 5 ist zu einer großen Bereicherung für den Rollstuhlbasketball im Süden geworden. Die Spieltage schaffen eine Bühne, auf der sich junge Talente zeigen und weiterentwickeln können. Auch die erfahrenen Spieler sind ein großer Gewinn für die Liga. Mit ihrer Ruhe und Übersicht gehen sie voran, sorgen für Struktur und geben ihr Wissen an die jungen Talente weiter. Zusammen schafft das die perfekten Voraussetzungen für packende Duelle.




